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Hegenloch

Bei dem Übergang vom Weiler Hüpfenboden zum Girsgrat befindet sich der älteste von Menschen geschaffene Strassentunnel der Schweiz, das Hegenloch.Um 1350 wütete die Pest im Kanton Bern. Anna Seiler, eine verwitwete, kinderlose, aber sehr vermögende Burgerin von Bern, betreute - wie es sich zu jener Zeit für verwitwete Frauen geschickte - Kranke im < Spital vor den Predigern> in Bern.

Beeindruckt vom Leid, das der Seuchenzug unter anderem den armen Leuten brachte, erlässt Anna Seiler am 29.11.1354 Ihr Testament ( Original im Staatsarchiv ): >in Anbetracht, dass nichts gewisser ist als der Tod, aber nichts ungewisser als die Stunde des Todes, habe ich, von niemandes Arglist bewogen, sondern wissend, gesund und wohlbedacht und nach reiflicher Überlegung, sowie mit dem Rat und der Erlaubnis des Schultheissen, des Rates und der Zweihundert , lediglich um Gottes Willen und zum Heil und Trost und stetem ewigem Glück meiner Seele und der Seelen meiner Vorfahren und aller Gläubigen, zum Trost der Stadt und Burgerschaft Berns, und damit die sechs Werke der Barmherzigkeit umso besser erfüllt werden, ein ewiges Spital gestiftet. In diesem Spital sollen ständig dreizehn bettlägerige und dürftige Personen aufgenommen sein, sowie drei weitere ehrbare Personen, die den Dienst als Pfleger der armen Bettlägerigen versehen sollen...>

Anna Seiler bedachte ihr Spital mit viel Besitz, Häusern und Grundstücken, und sie rief andere dazu auf, gleiches zu tun. Dank diesem Legat kann das <Spital vor den Predigern>später umbenannt in <Inselspital Bern> über inzwischen650 Jahre erfolgreich bestehen.

Kurz vor dem 14.08.1360 stirbt Anna Seiler und die Stiftung <Spital vor den Predigern > erält unter anderem auch Weideland im Gebiet des vorderen Girsgrates. Der Weg von Langnau aus zum vorderen Girsgrat war aber nur durch das Tal des Geissbaches von Aeschau aus möglich. Der direkte Zugang von Langnau aus war durch die Nagelfluh des Girsgrates versperrt. Erst im 19 Jh. war die Bergbautechnik soweit fortgeschritten, dass man daran denken konnte, endlich eine direkte Verbindung zu bauen. Etwa um die gleiche Zeit musterte der Staat Bern alte Artilleriegeschütze aus und stiftete das nicht mehr gebrauchte Schiesspulver für den Bau eines Tunnels.




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